Trockenes Auge

 

Jeder 3 bis 5 Patient, der den Augenarzt besucht, an der Krankheit „Trockenes Auge" leidet.

Ein „Trockenes Auge" entsteht, wenn der Körper zu wenig Tränenflüssigkeit produziert oder die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit so verändert ist, dass die Träne zu stark verdünstet.

Ohne fachgerechte Behandlung droht eine Schädigung der Binde- und Hornhaut, was zu verschiedenen Beschwerden führen kann. In schlimmen Fällen können bleibende Schäden auftreten.

 

Haben Sie Trockene Augen?

 

Checkliste für die häufigsten Symptome des Trockenen Auges:

·         Fremdkörpergefühl (wie Sand im Auge)

·         Müde, schwere oder lichtscheue Augen

·         Häufiges Jucken oder Brennen

·         Gerötete Augen

·         Tränenfluss bei Wind oder Lichtwechsel

·         Verklebte Lider am Morgen

·         Das Gefühl von Druck auf den Augen

Ein Trockenes Auge ist von einer Reihe charakteristischer Symptome begleitet. Nur ein Augenarzt kann sicher feststellen, ob es sich um ein Trockenes Auge handelt, da die Symptome auch bei anderen Krankheiten auftreten können.

Wenn ein oder mehrere der oben genannten Beschwerden auf Sie zu treffen, sollten Sie unbedingt Ihren Augenarzt zu Rate ziehen.

Das Auge und der Tränenfilm

 

Das Auge wird durch das regelmäßige Blinzeln permanent mit einem Tränenfilm überzogen. Die äußere Schicht des Auges kommt so nicht mit der Luft in Berührung und wird vor dem Austrocknen bewahrt.

Der Tränenfilm, der über das ganze Auge gezogen wird, bedeckt sowohl die Bindehaut als auch die Hornhaut und ist für die Erhaltung dieser Gewebe von großer Bedeutung.

Für die Funktion des Auges hat der Tränenfilm mehrere Aufgaben

·       Befeuchtet die Augenoberfläche.

·       Schützt vor Infektionen durch keimtötende Substanzen.

·       Reinigt die Augenoberfläche von Fremdkörpern und  Stoffwechselprodukten.

·       Ernährt das Gewebe und versorgt es mit Vitaminen und Sauerstoff.

Das Auge und der Tränenfilm

 

Ohne Tränenfilm könnten wir nicht klar sehen

Der Tränenfilm ist nicht nur eine wässrige Flüssigkeit, sondern besteht aus drei verschiedenen Schichten, die unterschiedliche Aufgaben für das Auge übernehmen. Bei jedem Lidschlag wird dieser komplexe Tränenfilm gleichmäßig über die Augenoberfläche gezogen.

Die drei Schichten des Tränenfilms

1.    Die äußere, fetthaltige Schicht verhindert, dass Tränenfilm zu schnell verdünstet oder über die Lidkante läuft.

2.    Die mittlere, wässerige Schicht versorgt die Hornhaut mit Nährstoffen und Sauerstoff, schwemmt kleine Partikel aus und befeuchtet.

3.    Die innerste, Mucinschicht (Schleimschicht) sorgt dafür, dass sich auf der wasserabweisengen Oberfläche der Hornhaut die Tränenflüssigkeit ausbreiten kann. Außerdem gleicht sie Unebenheiten auf der Hornhaut aus.

Wie entsteht das Trockene Auge?

 

Alle 5 bis 10 Sekunden löst das Auge einen Lidschlag aus. So wird mit jedem Lidschlag Tränenflüssigkeit gleichmäßig auf der Oberfläche des Auges verteilt.

Wird jedoch weniger Tränenflüssigkeit produziert oder hat die Träne eine falsche Zusammensetzung, reißt der Tränenfilm an einigen Stellen auf. Auch durch häufigeren Lidschlag schafft es das Auge nun nicht mehr, den Tränenfilm gleichmäßig zu verteilen.

Es kommt zur Bildung eines trockenen Flecks.

Folgen des Trockenen Auges

 

Durch die Ausbildung eines trockenen Flecks kann die sensible Hornhaut nicht mehr vollständig befeuchtet werden. Die Hornhaut ist der Luft schutzlos ausgeliefert und wird durch Austrocknung geschädigt. Man empfindet das als ob sich ein Sandkorn im Auge befindet.

Zusätzlich wird durch den Lidschlag eine mechanische Reizung der Augenoberfläche verursacht, wenn diese nicht ausreichend befeuchtet ist. Das Lid „kratzt" auf der Hornhaut und führt somit zur zusätzlichen Schädigung. Das Auge wird zunehmend roter, juckt und brennt. In schweren Fällen kann es zu Hornhautentzündungen oder gar zu einer Trübung der Hornhaut kommen.

Ursachen des Trockenen Auges

 

Ein Trockenes Auge kann viele verschiedene Ursachen haben

·      Nachlassende Tränenproduktion im Alter

·      Hormonumstellung (Wechseljahre)

·      Einnahme von bestimmten Medikamenten

·      Umweltbelastungen und klimatische Einflüsse

·      Erkrankungen, Rheuma, Diabetes, entzündliche Gefäßerkrankungen, Nervenlähmung

·      Katarakt oder LASIK Operationen

Behandlung des Trockenen Auges

 

Um die Diagnose zu sichern, ist es auf jeden Fall wichtig, den Augenarzt zu Rate zu ziehen.

Zur Linderung der Beschwerden sollten künstliche Tränen regelmäßig angewendet werden. Sie befeuchten das Auge, helfen den Tränenfilm zu stabilisieren und bieten darüber hinaus einen Schutz- und Gleitfilm. Je nach Schweregrad der Erkrankung gibt es unterschiedliche Tränenersatzmittel.

Viele Tränenersatzmittel enthalten Konservierungsstoffe, die nicht geeignet sind für empfindliche Augen und Kontaktlinsenträger. Konservierungsmittel können sich am Auge ansammeln bzw. in Kontaktlinsen einlagern.

Augenärzte empfehlen daher Augentropfen, die am Auge unkonserviert  vorliegen.

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